Schlagwort Archiv: Marc-Uwe Kling

Das Känguru und ich oder ich und das Känguru

„Was an dem Buch hat Ihnen denn gefallen?“, frage ich. „Also, das Känguru fand ich echt witzig“, sagt die Frau, „aber diese andere Figur…“ „Ja?“ „…dieser Kleingärtner…“ „Kleinkünstler.“ „Ja. Der hat irgendwie genervt.“

Solche und ähnliche Dialoge streut Marc-Uwe Kling gerne einmal selbstironisch in die Fortsetzungsbände seiner Känguru-Chroniken. Doch wenn es den vielen Lesern seiner Bücher tatsächlich so ergehen würde, würden sie sich wohl kaum derartig mitreißen lassen, denn eine computergestützte Analyse zeigt, dass die Texte wohl ebenso sehr um „den Kleinkünstler“ kreisen wie um „sein“ Känguru.

In my last post, I bored you with a German text about a guy living together with a kangaroo. As the book ist still not translated into English (or to any other language), I decided not to do that again and that’s why I did not rewrite this article in English. Should there be anyone out there to whom a translation does not sound irrelevant, just drop a comment and I will start working on it. (mehr …)

Kängurus jagen mit Rolling Delta

Ein Känguru geht um in Europa. Und in meinem Freundeskreis. Und in meinem Herzen, wenn ich ehrlich bin. Zum Glück wohnt es mit einem Kleinkünstler namens Marc-Uwe Kling zusammen, der sich als Chronist seines aufwühlenden Lebens bereitstellt. Gerade diesen Mitbewohner sah ich neulich mit ein paar Kollegen bei einer Lesung auftreten. Kollegen, die – so schien es – sich teils in seinem Ruhm sonnten und teils zu eigenem gelangen wollten. Eine kurze Nachbereitungsrecherche ergab, dass Herr Kling auch gern mit seinen Kollegen zusammen Bücher veröffentlicht. Was also liegt für eine Digital Humanista nun näher, als mit einer kurzen Stilanalyse zu prüfen, wie ähnlich sich die Mitglieder dieser Berliner Schreibstube wohl wirklich sind.
Since weeks and months an I guess even years there are three audiobooks on the German bestselling list: chronicles of a kangaroo 1-3. I am very sorry to say that it is not transleated into English (yet?). However, one should never say never and maybe this post will be relevant to an Englisch speaking audience one day, so here it is:

First of all I have to admit, that I am quite fond of the kangaroo and so are my friends and so is, I guess, a huge part of the German reading community. So when I had the opportunity to go to a reading of Marc-Uwe Kling and some colleagues of his, I took it. What I saw there on stage were four youg writers, three of them more or less trying to catch a bit of Klings fame in one moment, trying to free themselves of it in order to find their own style in the next. Coming home with that experience in mind, it did not take me long to grap my computer and do a petite stylometric analysis in order to find out, who of the members of that staged-readings-cicle from Berlin comes closest to the writing of Marc-Uwe Kling.

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