Schlagwort Archiv: Lektüre

Kängurus jagen mit Rolling Delta

Ein Känguru geht um in Europa. Und in meinem Freundeskreis. Und in meinem Herzen, wenn ich ehrlich bin. Zum Glück wohnt es mit einem Kleinkünstler namens Marc-Uwe Kling zusammen, der sich als Chronist seines aufwühlenden Lebens bereitstellt. Gerade diesen Mitbewohner sah ich neulich mit ein paar Kollegen bei einer Lesung auftreten. Kollegen, die – so schien es – sich teils in seinem Ruhm sonnten und teils zu eigenem gelangen wollten. Eine kurze Nachbereitungsrecherche ergab, dass Herr Kling auch gern mit seinen Kollegen zusammen Bücher veröffentlicht. Was also liegt für eine Digital Humanista nun näher, als mit einer kurzen Stilanalyse zu prüfen, wie ähnlich sich die Mitglieder dieser Berliner Schreibstube wohl wirklich sind.
Since weeks and months an I guess even years there are three audiobooks on the German bestselling list: chronicles of a kangaroo 1-3. I am very sorry to say that it is not transleated into English (yet?). However, one should never say never and maybe this post will be relevant to an Englisch speaking audience one day, so here it is:

First of all I have to admit, that I am quite fond of the kangaroo and so are my friends and so is, I guess, a huge part of the German reading community. So when I had the opportunity to go to a reading of Marc-Uwe Kling and some colleagues of his, I took it. What I saw there on stage were four youg writers, three of them more or less trying to catch a bit of Klings fame in one moment, trying to free themselves of it in order to find their own style in the next. Coming home with that experience in mind, it did not take me long to grap my computer and do a petite stylometric analysis in order to find out, who of the members of that staged-readings-cicle from Berlin comes closest to the writing of Marc-Uwe Kling.

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Lektüre: Franco Morettis „Distant Reading“ von Nahem

Verso 978 1 78168 084 1 Distant Reading (CMYK-300dpi)Wenn es einen Nobelpreis für Literaturwissenschaftler gäbe, so hätte Franco Moretti ihn schon allein dafür verdient, den Begriff des „Distant Reading“ eingeführt zu haben. Doch obwohl dies der innovativste methodische Ansatz ist, den die Literaturwissenschaft im Moment vorzuweisen hat, zeigt Moretti auch, dass hier gerade die ersten Gehversuche in einem Feld gemacht werden, das noch nicht klar konturiert ist und dessen wissenschaftliche Parameter noch auf dem Prüfstand stehen. In seinem neuen Buch „Distant Reading“ hat er all die Aufsätze zusammengestellt, die zur Prägung des Begriffes führten und die genau diese ersten Gehversuche dokumentieren. Damit gelingt es ihm gleichzeitig, seine Leser zu begeistern und zum kritischen Überprüfen der Methode anzuregen.

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